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Mögliche Funktionen von QPCT/QPCTL und NGLY1 in Immunzellen sind Thema aktueller Reviews

Mögliche Funktionen von QPCT/QPCTL und NGLY1 in Immunzellen sind Thema aktueller Reviews

In zwei Übersichtsartikeln diskutieren wir die potenzielle Rolle dieser Faktoren mit Fokus auf B- und Plasmazellen und zeigen so neue Ansatzpunkte für die zukünftige Forschung auf

Im Artikel der Erstautorin Hannah Smid der Forschungsgruppe von PD. Dr. Dr. Wolfgang Schuh werden die Glutaminylzyklasen QPCT und QPCTL als Enzyme beschrieben, durch deren Aktivität andere Proteine chemisch verändert werden. Diese Veränderung kann Proteine stabiler machen und hat Einfluss auf deren biologische Aktivität. Dadurch können Glutaminylzyklasen potentiell verschiedene Prozesse im Immunsystem steuern. Beispiele hierfür sind die Kommunikation zwischen Immunzellen, aber auch die Reaktion von Immunzellen auf Tumorzellen und Krankheitserreger. 

Der Artikel der Doktorandin Christina Brunner der Forschungsgruppe von Dr. Katharina Pracht befasst sich mit der N-Glykanase NGLY1. Dieses Enzym ist wichtig, um falsch gefaltete Proteine abzubauen, die für die Zelle wie Abfall sind. Außerdem kann NGLY1 wichtige Vorgänge in den Zellen beeinflussen, beispielsweise den Umgang mit Stress, den Energiehaushalt und potenziell auch die Abwehrreaktion des Körpers. Ein wichtiger Aspekt könnte hierbei die Kontrolle von NGLY1 darüber sein, wie Immunzellen fremde Strukturen erkennen und sich gegenseitig präsentieren. NGLY1 kann daher die Funktion von Immunzellen regulieren, wobei auch B-Zellen und antikörperproduzierende Plasmazellen betroffen sein können.

Beide Reviews demonstrieren, dass die Glutaminylzyklasen QPCT/QPCTL und NGLY1 womöglich signifikante, bislang jedoch noch unzureichend erforschte Funktionen in Immunzellen aufweisen könnten. Dadurch liefern sie neue Ansätze für zukünftige Forschung, etwa um besser zu verstehen, wie Abwehrreaktionen des Körpers gesteuert werden oder wie Erkrankungen wie Krebs und Autoimmunerkrankungen entstehen.